Freitag, 24. Juli 2009

Letzigrund Stadion, Zürich

Hi Leute,
war heute mal das Letzi-Stadion anschauen. Es ist immer offen für jeden und wird ebenerdig begangen. Der Entwurf gewann wegen der weichen Integration in die Umgebung und man sieht in alle Richtungen raus in die angrenzenden Quartiere. Architekten: Bétrix & Consolascio und Frei & Ehrensperger
Hier ein paar bearbeitete Bilder.











Donnerstag, 23. Juli 2009

Le Corbusier, Jean Nouvel

Heyho,
ich bin mal wieder unterwegs gewesen und zeige Euch ein paar Bilder.

Zu Anfang... der wichtigste Architekt des 20. Jhd. ;) (wer ihn nicht kennt schäme sich, Le Corbusier)
Hier sein letzter Bau, das heutige Heidi Weber Museum. Er starb kurz vor der Fertigstellung im August 1967. Heidi Weber hat in Gedenken an Le Corbusier einen Teil seiner Arbeiten hier ausgestellt. Steht direkt am Zürisee in der Höschgasse.
(Öffnungszeiten sind ein schlechter Witz - von Juni - Sept. immer samstags und sonntags von 14-17 Uhr - deshalb hier nur von aussen)





Und hier als Special ein kleines selbstgemachtes Video, das zwar manchmal heftig ruckelt, aber dadurch nichts an seiner künstlerischen Lesart verliert ... möp!
(Stammt schon vom Anfang des Jahres)




Jetzt wieder zu Bildern. Ich war in Luzern und hab ein Gebäude von Jean Nouvel entdeckt. Nouvel erhielt 2008 den Pritzker Price (mehr Infos unter http://www.nytimes.com/2008/03/31/arts/design/31prit.html)

Dieses Gebäude ist das KKL (Kultur -und Kongresszentrum Luzern) und beinhaltet ausserdem das Kunstmuseum Luzern.
Die Auskragung sieht messerscharf und dadurch extrem leicht aus und es ist ein sehr schöner Moment auf diesem belebten Vorplatz zu stehen der so selbstverständlich ein Dach bekommt, das aber gar nicht weiter in den Raum eingreift. Es entsteht ein Raumfeld (frei nach Mr. Weber).

Weil ich es so reizvoll fand hier ein paar verschiedene Einstellungen. Zum reingehen war leider keine Zeit...













Bis dann, seid gegrüßt!

Samstag, 4. Juli 2009

Radrennbahn Zürich

Hey,
für alle Radfahrfans, hier mal ein echter Klassiker. Die offene Radrennbahn in Zürich-Oerlikon ist von 1911 und muss vielleicht bald einem neuen Eishockey-Stadion weichen. Schade wärs.
Hier ein paar Eindrücke:











Rennen mit Schweizer-Militär-Rennern ;)




Grüße und bis bald.

Montag, 15. Juni 2009

Biken in den Alpen und Abschluss in der Felsentherme

Hey,
ich melde mich nach längerem mal wieder und zeig Euch ein paar Bilder vom Biken aus den Alpen.
Wir waren in Laax/Flims im Kanton Graubünden.
Der Ort ist anscheinend bekannt für Snowboard/Ski-Urlaub und man kann im Sommer auf selbst gebauten Trails biken.
Die Local-Freerider haben ihre Maschinen auf dem Lift mit nach oben genommen und sind dann so heftig da runter gefetzt. Mein Bike war dafür absolut nicht mehr tauglich und ich hab mir dann auch ne 8 ins Rad gefahren.
Aber jetzt ein paar Bilder...





Ein Teil der Freeride-Strecke, hab leider keinen von den Freaks erwischen können.





Super toller Waldsee!


Der Aussichtsturm ist von der Schweizer Architektin Corinna Menn und kragt über einer 300m Meter tiefen Schlucht aus. Die Plattform wird nur von zwei Zugseilen gehalten und es wird einem leicht mulmig da oben. Aber der Ausblick ist unglaublich!
Das da unten ist übrigens der gute alte Rhein!!! Sieht noch so richtig neu und unverbraucht aus :)













Der hat seine 6 Hundestärken immer dabei :)



Und hier ein weiteres Highlight des Wochenendes, die Felsentherme in Vals.
Sie ist so toll wie alle sagen und ich kann nur jedem empfehlen das einmal zu machen. Es ist einfach großartige Architektur bis ins kleinste Detail. Leider hatten wir keine Zeit für weitere Fotos.










Damit sag ich Ciao und bis zum nächsten Mal!
Seid gegrüßt!!

Dienstag, 12. Mai 2009

Peter Zumthor Vortrag - abgefilmt

Jetzt kommt ein ganz besonderer Post.
Ich war auf dem Zumthor-Vortrag an der ETH und habe Teile davon mit dem Handy abgefilmt. Der Ton ist ok, das Bild ist ziemlich schlecht, da ich selbst nur in einen Video-Raum gekommen bin und nur das Handy hatte. Aber ich finde man kann sich auf jeden Fall einen Eindruck machen von diesem besonderen Architekten.
Aber seht (oder eher hört) einfach selbst....
(Videos von oben nach unten zeitlich geordnet)










Donnerstag, 7. Mai 2009

Herzog & de Meuron - aktuell

Jetzt will ich mal ein bißchen in die Architektur-Theorie einsteigen. Anlass ist der Vortrag von H&dM letzte Woche an der ETH, den ich mir angesehen habe. (Teilweise zitiere ich Jaques Herzog vom Vortrag)
Für alle, die interessiert sind und die Namen nicht zuordnen können schreibe ich noch ein paar Hintergrundinfos und zeige auch vergangene Projekte, die man schon kennt.
Beide sind Schweizer und in Basel geboren. Dort haben sie auch ihr Büro, das zu den bekanntesten der Welt zählt. Woher ihre Einflüsse kommen wäre jetzt vielleicht ein bißchen zu ausführlich, aber man kann sagen, dass sie ein unbändiges Bedürfnis haben sich in jeden Projekt neu zu erfinden und sie sind für mich unter den Architekten, die am intensivsten mit dem Ort und dem Raum umgehen, an dem sie bauen.
Einen hohen Stellenwert Ihrer Arbeit der letzten Jahre hat der öffentliche Raum. Sie versuchen ihn in die Gebäude zu bringen und es damit auf eine erweiterte Art erlebbar zu machen. Ein hervorragendes Beispiel hierfür ist die Tate Modern Gallery in London. Sie haben hierfür den Pritzker-Preis (Architektur-"Nobel") erhalten.





Dieses Museum ist in einer entkernten Turbinenhalle entstanden und soll funktionieren wie ein städtisches Forum, mit mehreren Eingängen in allen Himmelsrichtungen, verschiedenen Ebenen und Brücken. Die Ausstellungsräume gliedern sich seitlich an. Der große Raum wird natürlich auch für Ausstellungen genutzt. Sie ist die meistfrequentierteste Kunsthalle der Welt. Ist auch klar, denn sie wird auch als Durchgang oder einfach zum Abhängen genutzt.
Seht selbst die Lichtkunst von Olafur Elison (The weather project) in der großen Halle und wie die Menschen auf diese Eindrücke reagieren.



Und wenn ich sage "sich neu erfinden", dann war das z.B. so gemeint:



Das ist der Entwurf für den Anbau an die Tate Modern. Den hat Herzog auch beim Vortrag noch mal gezeigt.
Es ist eine Anlehnung an das selbe Material (die Backsteine der Tate), aber durch diese Deformierung zu einer Art Pyramide bekommt diese Fassade eine völlig neue Sprache. Sie wollten bewusst einen formalen Gegensatz zur Tate mit der in die Höhe wachsenden Pyramide, aber es sollte halt eine klare Verbindung erkennbar sein. Die horizontalen Lichtschlitze, die auch im krassen Gegensatz zu den monumentalen Vertikalfenstern der Tate stehen lösen auch diesen starken Charakter einer tragenden Backsteinfassade auf. (Das hat allerdings auch Mies v.d. Rohe schon viele viele Jahre vorher erkannt - zu sehen in Krefeld bei Düsseldorf).


Ein bißchen aktueller wird es jetzt:

Um es kurz zu zeigen, wohl ihr Bekanntestes Werk, aber vielleicht auch nicht wirklich richtig verstanden. Das Olympia-Stadion in Peking (sie wissen selbst nicht warum es Birds Nest genannt wird, der Entwurf hatte nichts damit zu tun!).




Links Jaques Herzog, in der Mitte, der chinesische Künstler Ai WeiWei, mit dem sie in der Entwurfsphase sehr intensiv zusammengearbeitet haben um in die Kultur richtig einzusteigen und sie zu verstehen und rechts Pierre de Meuron.




Dieses Bild ist mir eigentlich das wichtigste, denn es zeigt, was HdM wirklich erreichen wollten. Es geht um diesen Zwischenraum, der angelehnt ist an Pavillons, wie man sie oft in chinesischen Gärten sehen kann und unter denen die Menschen flanieren, sich treffen und kommunizieren. Sie haben einen Teil des Gebäudes zum öffentlichen Raum gemacht. Und wie Herzog sagt wird dieser Ort auch als solcher verstanden und sehr gut angenommen ausserhalb der Olympiade.



Auch nicht vorenthalten will ich Euch in diesem Zusammenhang noch ein kleines Video, in dem Herzog über die Ästhetik spricht. Zu dem Zeitpunkt war das Stadion im Bau.





Geht die Tage weiter....

Feierabend-MTB-Tour

Hey Leute,

ich muss Euch jetzt mal die Bilder von unserer heutigen Büro-Feierabend-Tour zeigen. Wir waren auf dem Uetliberg und nach einer üblen üblen Auffahrt mit 380 hm an einem Stück kommt man noch ein bißchen weiter an diesem unglaublich geilen Ausblick an...


Wie immer, draufklicken zum vergrößern.

Das zweite von rechts ist mein weißer Schimmel!






Da hinten sind sie, der Traum aller Biker... les Alpes.


Den Aussichtsturm sieht man leider nicht gut, weil die Sonne zu stark schien :)
Sieht ein bißchen aus wie der vom Chris aus P1. Kannst Du vielleicht noch Regress-Ansprüche stellen ;)



Übrigens, unser Büro sucht ab Juli wieder Praktikanten ;)
(Habe einen Aushang an das Sekr. von der FH Wi geschickt. Ich breche hier eine Lanze für unsere tolle FH, ich hoffe das wird irgendwie gewürdigt.)


Macht's gut, bis denne!

Freitag, 17. April 2009

Vitra Design Museum - George Nelson-Ausstellung

Hi,
hier wie angekündigt mein Bericht zum Vitra Design Museum und der George Nelson-Ausstellung. Aber ich lasse einfach ein paar Bilder für sich sprechen.

Erstmal zur Ausstellung...

George Nelson Architect and Designer:
George Nelson (1908-1986) was, together with Charles & Ray Eames, one of the founding fathers of American modernism. We like to think of George Nelson as "The Creator of Beautiful and Practical Things".

Einige der schönen Stücke kennt man oder kann sie jetzt einem Namen zuordnen.





Was ich bei den Uhren interessant fand. Er hat herausgefunden, das die Menschen nicht zwingend auf die Ziffern schauen müssen um die Uhrzeit abzulesen, sondern im Gegenteil, schon bevor die Zahlen registriert werden, durch die Zeigerstellung die Uhrzeit erfassen können. Damit verbannte er die Ziffern und machte aus der Wanduhr ein Design-Objekt.






Ich find's krass wie sehr sich die original Ami-Flagge eingebrannt hat und wie fremdartig dadurch diese gemorphten Flaggen erscheinen.


Das Experimental House war ein modulhaftes System, das erweitert werden und sich so immer weiter ausbreiten konnte.


Und hier mal nur ein paar wenige Eindrücke vom Vitra-Gelände. Der Museumsbau von Gehry und ein Nebenbau mit deren Konferenz-Räumen von Ando. Kirschbäume und japanische Architektur ergänzen sich einfach wahnsinnig gut.
Leider kam ich nicht ans Feuerwehrhaus von Hadid, weil man nur noch mit einer Führung aufs Werksgelände darf und die letzte Führung hab ich knapp verpasst. Sau ärgerlich!

Mich machen die Gehry-Bauten langsam nicht mehr besonders an. Es fehlt doch irgendwie das neue wie man mit einem Ort umgeht. Es ist doch egal wo die Bauten stehen, sie sehen einfach gleich aus in Ihrer Dynamik.




Da finde ich das Ando-Gebäude, wie es mit dieser Einfachheit und trotzdem so aussagekräftig da steht wesentlich spannender. Kommt leider nicht so gut rüber auf den Bildern.


Und hier wieder, Japaner arbeiten mit Schatten und nicht mit Licht.




So, jetzt zu Herzog & de Meuron und ihrem Beitrag zum Thema 'Das Haus'. Es wird wohl ein neues Ausstellungsgebäude (nennt sich das 'Vitra-Haus') und wirkt wie ineinander geschachtelte Hausformen. Dabei bleibt allerdings nur noch dieser Archetypus (Satteldach, 2 geschossig) übrig und wird in vielerlei Hinsicht neu interpretiert, wie z.B. die vollverglasten Giebelseiten oder das Weite auskragen an manchen Stellen. Das hebelt natürlich alles was man sonst noch mit einem Haus verbindet komplett aus. Mehr Infos gebe ich nach dem Vortrag von J. Herzog am 28.4. bekannt. Wenn's fertig ist fahr ich auch auf jeden Fall noch mal hin.

Damit sag ich schon mal Ciao, bis dann...