Jetzt kommt ein ganz besonderer Post.
Ich war auf dem Zumthor-Vortrag an der ETH und habe Teile davon mit dem Handy abgefilmt. Der Ton ist ok, das Bild ist ziemlich schlecht, da ich selbst nur in einen Video-Raum gekommen bin und nur das Handy hatte. Aber ich finde man kann sich auf jeden Fall einen Eindruck machen von diesem besonderen Architekten.
Aber seht (oder eher hört) einfach selbst....
(Videos von oben nach unten zeitlich geordnet)
Dienstag, 12. Mai 2009
Donnerstag, 7. Mai 2009
Herzog & de Meuron - aktuell
Jetzt will ich mal ein bißchen in die Architektur-Theorie einsteigen. Anlass ist der Vortrag von H&dM letzte Woche an der ETH, den ich mir angesehen habe. (Teilweise zitiere ich Jaques Herzog vom Vortrag)
Für alle, die interessiert sind und die Namen nicht zuordnen können schreibe ich noch ein paar Hintergrundinfos und zeige auch vergangene Projekte, die man schon kennt.
Beide sind Schweizer und in Basel geboren. Dort haben sie auch ihr Büro, das zu den bekanntesten der Welt zählt. Woher ihre Einflüsse kommen wäre jetzt vielleicht ein bißchen zu ausführlich, aber man kann sagen, dass sie ein unbändiges Bedürfnis haben sich in jeden Projekt neu zu erfinden und sie sind für mich unter den Architekten, die am intensivsten mit dem Ort und dem Raum umgehen, an dem sie bauen.
Einen hohen Stellenwert Ihrer Arbeit der letzten Jahre hat der öffentliche Raum. Sie versuchen ihn in die Gebäude zu bringen und es damit auf eine erweiterte Art erlebbar zu machen. Ein hervorragendes Beispiel hierfür ist die Tate Modern Gallery in London. Sie haben hierfür den Pritzker-Preis (Architektur-"Nobel") erhalten.

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Dieses Museum ist in einer entkernten Turbinenhalle entstanden und soll funktionieren wie ein städtisches Forum, mit mehreren Eingängen in allen Himmelsrichtungen, verschiedenen Ebenen und Brücken. Die Ausstellungsräume gliedern sich seitlich an. Der große Raum wird natürlich auch für Ausstellungen genutzt. Sie ist die meistfrequentierteste Kunsthalle der Welt. Ist auch klar, denn sie wird auch als Durchgang oder einfach zum Abhängen genutzt.
Seht selbst die Lichtkunst von Olafur Elison (The weather project) in der großen Halle und wie die Menschen auf diese Eindrücke reagieren.
Und wenn ich sage "sich neu erfinden", dann war das z.B. so gemeint:

Das ist der Entwurf für den Anbau an die Tate Modern. Den hat Herzog auch beim Vortrag noch mal gezeigt.
Es ist eine Anlehnung an das selbe Material (die Backsteine der Tate), aber durch diese Deformierung zu einer Art Pyramide bekommt diese Fassade eine völlig neue Sprache. Sie wollten bewusst einen formalen Gegensatz zur Tate mit der in die Höhe wachsenden Pyramide, aber es sollte halt eine klare Verbindung erkennbar sein. Die horizontalen Lichtschlitze, die auch im krassen Gegensatz zu den monumentalen Vertikalfenstern der Tate stehen lösen auch diesen starken Charakter einer tragenden Backsteinfassade auf. (Das hat allerdings auch Mies v.d. Rohe schon viele viele Jahre vorher erkannt - zu sehen in Krefeld bei Düsseldorf).
Ein bißchen aktueller wird es jetzt:
Um es kurz zu zeigen, wohl ihr Bekanntestes Werk, aber vielleicht auch nicht wirklich richtig verstanden. Das Olympia-Stadion in Peking (sie wissen selbst nicht warum es Birds Nest genannt wird, der Entwurf hatte nichts damit zu tun!).

Links Jaques Herzog, in der Mitte, der chinesische Künstler Ai WeiWei, mit dem sie in der Entwurfsphase sehr intensiv zusammengearbeitet haben um in die Kultur richtig einzusteigen und sie zu verstehen und rechts Pierre de Meuron.

Dieses Bild ist mir eigentlich das wichtigste, denn es zeigt, was HdM wirklich erreichen wollten. Es geht um diesen Zwischenraum, der angelehnt ist an Pavillons, wie man sie oft in chinesischen Gärten sehen kann und unter denen die Menschen flanieren, sich treffen und kommunizieren. Sie haben einen Teil des Gebäudes zum öffentlichen Raum gemacht. Und wie Herzog sagt wird dieser Ort auch als solcher verstanden und sehr gut angenommen ausserhalb der Olympiade.

Auch nicht vorenthalten will ich Euch in diesem Zusammenhang noch ein kleines Video, in dem Herzog über die Ästhetik spricht. Zu dem Zeitpunkt war das Stadion im Bau.
Geht die Tage weiter....
Für alle, die interessiert sind und die Namen nicht zuordnen können schreibe ich noch ein paar Hintergrundinfos und zeige auch vergangene Projekte, die man schon kennt.
Beide sind Schweizer und in Basel geboren. Dort haben sie auch ihr Büro, das zu den bekanntesten der Welt zählt. Woher ihre Einflüsse kommen wäre jetzt vielleicht ein bißchen zu ausführlich, aber man kann sagen, dass sie ein unbändiges Bedürfnis haben sich in jeden Projekt neu zu erfinden und sie sind für mich unter den Architekten, die am intensivsten mit dem Ort und dem Raum umgehen, an dem sie bauen.
Einen hohen Stellenwert Ihrer Arbeit der letzten Jahre hat der öffentliche Raum. Sie versuchen ihn in die Gebäude zu bringen und es damit auf eine erweiterte Art erlebbar zu machen. Ein hervorragendes Beispiel hierfür ist die Tate Modern Gallery in London. Sie haben hierfür den Pritzker-Preis (Architektur-"Nobel") erhalten.
.jpg)
Dieses Museum ist in einer entkernten Turbinenhalle entstanden und soll funktionieren wie ein städtisches Forum, mit mehreren Eingängen in allen Himmelsrichtungen, verschiedenen Ebenen und Brücken. Die Ausstellungsräume gliedern sich seitlich an. Der große Raum wird natürlich auch für Ausstellungen genutzt. Sie ist die meistfrequentierteste Kunsthalle der Welt. Ist auch klar, denn sie wird auch als Durchgang oder einfach zum Abhängen genutzt.
Seht selbst die Lichtkunst von Olafur Elison (The weather project) in der großen Halle und wie die Menschen auf diese Eindrücke reagieren.
Und wenn ich sage "sich neu erfinden", dann war das z.B. so gemeint:

Das ist der Entwurf für den Anbau an die Tate Modern. Den hat Herzog auch beim Vortrag noch mal gezeigt.
Es ist eine Anlehnung an das selbe Material (die Backsteine der Tate), aber durch diese Deformierung zu einer Art Pyramide bekommt diese Fassade eine völlig neue Sprache. Sie wollten bewusst einen formalen Gegensatz zur Tate mit der in die Höhe wachsenden Pyramide, aber es sollte halt eine klare Verbindung erkennbar sein. Die horizontalen Lichtschlitze, die auch im krassen Gegensatz zu den monumentalen Vertikalfenstern der Tate stehen lösen auch diesen starken Charakter einer tragenden Backsteinfassade auf. (Das hat allerdings auch Mies v.d. Rohe schon viele viele Jahre vorher erkannt - zu sehen in Krefeld bei Düsseldorf).
Ein bißchen aktueller wird es jetzt:
Um es kurz zu zeigen, wohl ihr Bekanntestes Werk, aber vielleicht auch nicht wirklich richtig verstanden. Das Olympia-Stadion in Peking (sie wissen selbst nicht warum es Birds Nest genannt wird, der Entwurf hatte nichts damit zu tun!).

Links Jaques Herzog, in der Mitte, der chinesische Künstler Ai WeiWei, mit dem sie in der Entwurfsphase sehr intensiv zusammengearbeitet haben um in die Kultur richtig einzusteigen und sie zu verstehen und rechts Pierre de Meuron.

Dieses Bild ist mir eigentlich das wichtigste, denn es zeigt, was HdM wirklich erreichen wollten. Es geht um diesen Zwischenraum, der angelehnt ist an Pavillons, wie man sie oft in chinesischen Gärten sehen kann und unter denen die Menschen flanieren, sich treffen und kommunizieren. Sie haben einen Teil des Gebäudes zum öffentlichen Raum gemacht. Und wie Herzog sagt wird dieser Ort auch als solcher verstanden und sehr gut angenommen ausserhalb der Olympiade.

Auch nicht vorenthalten will ich Euch in diesem Zusammenhang noch ein kleines Video, in dem Herzog über die Ästhetik spricht. Zu dem Zeitpunkt war das Stadion im Bau.
Geht die Tage weiter....
Feierabend-MTB-Tour
Hey Leute,
ich muss Euch jetzt mal die Bilder von unserer heutigen Büro-Feierabend-Tour zeigen. Wir waren auf dem Uetliberg und nach einer üblen üblen Auffahrt mit 380 hm an einem Stück kommt man noch ein bißchen weiter an diesem unglaublich geilen Ausblick an...
Wie immer, draufklicken zum vergrößern.

Das zweite von rechts ist mein weißer Schimmel!



Da hinten sind sie, der Traum aller Biker... les Alpes.
Den Aussichtsturm sieht man leider nicht gut, weil die Sonne zu stark schien :)
Sieht ein bißchen aus wie der vom Chris aus P1. Kannst Du vielleicht noch Regress-Ansprüche stellen ;)

Übrigens, unser Büro sucht ab Juli wieder Praktikanten ;)
(Habe einen Aushang an das Sekr. von der FH Wi geschickt. Ich breche hier eine Lanze für unsere tolle FH, ich hoffe das wird irgendwie gewürdigt.)
Macht's gut, bis denne!
ich muss Euch jetzt mal die Bilder von unserer heutigen Büro-Feierabend-Tour zeigen. Wir waren auf dem Uetliberg und nach einer üblen üblen Auffahrt mit 380 hm an einem Stück kommt man noch ein bißchen weiter an diesem unglaublich geilen Ausblick an...
Wie immer, draufklicken zum vergrößern.

Das zweite von rechts ist mein weißer Schimmel!



Da hinten sind sie, der Traum aller Biker... les Alpes.
Den Aussichtsturm sieht man leider nicht gut, weil die Sonne zu stark schien :)
Sieht ein bißchen aus wie der vom Chris aus P1. Kannst Du vielleicht noch Regress-Ansprüche stellen ;)

Übrigens, unser Büro sucht ab Juli wieder Praktikanten ;)
(Habe einen Aushang an das Sekr. von der FH Wi geschickt. Ich breche hier eine Lanze für unsere tolle FH, ich hoffe das wird irgendwie gewürdigt.)
Macht's gut, bis denne!
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