Sonntag, 29. März 2009

Biken auf dem Züriberg

Hallo Freunde!
Ich war heute mal ne Runde Biken auf dem Züri-Berg und hab 2 wunderbare Dinge entdeckt. Einmal einen tollen Ausblick auf die Stadt und den See, wobei das Wetter heute nicht ideal war, und zweitens einen Bikepark, in dem es Rundfahrten auf Single-Trails mit 3 verschiedenen Schwierigkeitsstufen gibt. Ich hab mich gefühlt wie im Biker-Himmel, weil so etwas ein selbstverständliches Angebot hier ist bei der Menge an MTB'lern. Bin dann schon die schwerste gefahren, aber einige Sachen konnte ich gar nicht fahren mangels Mut und Wahnsinn und manche Wege waren so steil, die konnte ich nicht mal mehr laufen!
Das nächste Mal werd ich noch mal die mittlere Stufe versuchen ;)
Hier mal ein paar Handy-Cam-Eindrücke, die Bild-Quali ist dementsprechend schlecht:

Der gemeine Schweizer Ziegenbock ;)


Ausblick auf die City:
Im Hintergrund erkennt man verschwommen einen Funkmasten an der höchsten Stelle des Berges (Uetliberg). Soll auch ein tolles MTB-Revier sein und vom Gipfel aus soll man bei gutem Wetter einen herrlichen Blick auf die Alpen haben, die westlich von dem Standpunkt aus liegen. Ab übernächster Woche machen wir mit unserem Büro immer dienstags eine Feierabendtour da hoch. Werd mal ne anständige Kamera mitnehmen.


Ausblick auf den See.


Das war meine erste Mutprobe heute.



Ohne Worte... meinem Bike zuliebe bin ich rechts herum ;)


Und hier die Schlussabfahrt zum Irchel-Park zurück.


Bis denne... übrigens ich hab schon vier Wochen und damit 672 Std. rumgebracht. Die Stunden verfliegen, aber es bleiben noch 3696!

Sonntag, 22. März 2009

Hallo Freunde,

ich melde mich nach den ersten arbeitsreichen Wochen heute wieder zu Wort.
Es gab ganz schön viel zu tun, weil ich nach der Arbeit noch weiter an meinem Städtebau-Projekt für die FH über Skype mit meinem Kommilitonen Christian gearbeitet habe. Präsentation war am letzten Freitag und es verlief ziemlich gut.

Ansonsten kann ich sagen, dass ich mit dem Praktikum sehr zufrieden bin. Man genießt sehr viele Vorzüge von den flexiblen Arbeitszeiten (Überstunden kann man sogar abbauen wenn wenig zu tun ist) und sehr selbständiger Arbeitsweise bis zu Mittagspausen auf einem wunderbaren Sonnendeck und einem sehr angenehmen Team. Es dutzen sich alle, was ich auch sehr angenehm empfinde. Was ich von anderen Praktikanten gehört habe ist der Zustand in meinem Büro längst nicht die Regel und ich glaube ich habe ein gutes Los gezogen.
Es sind noch zwei andere Praktikanten da, die beide auch schon Wettbewerbe bearbeitet haben und denen das viel Spaß gemacht hat.
Momentan bearbeite ich ein Teilprojekt für das Kinderspital Zürich und zeichne Grundrisse und Schnitte zum ersten Mal mit AutoCAD. Es wäre schon von Vorteil gewesen wenn ich das Programm schon vorher beherrscht hätte, aber so lerne ich noch ein CAD-Programm dazu was auch nicht schaden kann.

Ich hatte am vorletzten Wochenende einen ganzen freien Tag und habe mit Caro mal die Stadt und den See erkundet.
Der See ist natürlich herrlich und wir freuen uns schon auf den Sommer zum Afterwork-Abhängen in den Seebadbars.
Caro hat eine gute Chance nun auch ein Praktikum in Zürich zu bekommen und stellt sich morgen vor. Dann hätten wir es doch geschafft gemeinsam in einer Stadt ein Praktikum zu finden.
Damit Ihr auch mal etwas zu sehen bekommt stelle ich ein paar Bilder des MFO-Parks rein. Ein urbaner Park, der in dieser Form wahrscheinlich einzigartig ist. Er besteht aus einer Stahlkonstruktion mit ca. 20 m Höhe und 4 Geschossen und ist mit Rankenpflanzen begrünt, die im Sommer wie ein 'grüner Pelz' den Stahl bedecken sollen.
Er steht an einem der bekannten, neu entdeckten Industriestandorte, die durch innovative Architektur neu definiert werden und richtige Szene-Bezirke geworden sind. Ich vermute, dass es eine glasverarbeitende Firma gewesen sein muß, denn der grünliche Bodenbelag (siehe Fotos) besteht tatsächlich aus Glasscherben, die abgerundet wurden, so dass man sich (vermutlich) auch barfuss darauf bewegen kann.
Im vierten Geschoss habe ich mich allerdings schon leicht unsicher gefühlt, da das ganze recht filigran erscheint. Ganz oben gibt es Sonnenliegen und im Sommer kann man bestimmt gut zwischen Pflanzen liegen und entspannen. Im Winter war die Bepflanzung natürlich eher spärlich.
Hier mal ein paar Eindrücke:















Es ist fantastisch was man in dieser Stadt an Architektur und Design geboten bekommt. Es gibt ständig Ausstellungen und man kann sich viele Eindrücke verschiedener Architekten an einem Standort verschaffen. Das nächste was ich mir anschauen werde ist die Unibibliothek von Calatrava. Melde mich dann mit neuen Eindrücken wieder!
Damit sage ich wieder Ciao und bis zum nächsten Mal!

Sonntag, 1. März 2009

Hallo und Gruezi an alle!

Gestern startete mein Auslandsaufenthalt in Zürich. Ich werde hier die nächsten 6 Monate verbringen, mein Architekturpraktikum (Mein Büro: www.weberbrunner.ch) machen und eine Vertiefungsarbeit über den Schweizerischen Werkbund schreiben. Ich will versuchen in verschiedenen Städten zu recherchieren und natürlich so viel Architektur wie möglich zu sehen.
Jetzt geht's los mit meinem Blog und ich schreibe mal ein bißchen über meine ersten 48 Stunden in Zürich.
Die Reise begann gestern gegen 13:00 Uhr und ich hatte mich ein paar Tage vor der Abfahrt entschlossen die Fahrt bei der Mitfahrgelegenheit einzustellen. Erst zwei Tage vorher meldete sich ein älterer Herr, der sympathisch klang und in Zürich wohnt.
Auf der Fahrt hat sich dann herausgestellt, dass er Musiker ist (spielt Contrabass) und noch sehr reisefreudig und aufgeschlossen mit seinen 64 Jahren ist. Er ist ständig unterwegs, stammt aus Bulgarien und lebt direkt in der Zürcher Innenstadt.
Ich hatte vorher schon gehört, dass es unglaublich kompliziert sein soll einen Dauerparkplatz in Zürich zu finden (hier wird übrigens parkiert und nicht geparkt) und das hat sich voll bewahrheitet. Es gibt blaue Zonen, weiße Zonen, stundenweise Zonen, aber einfach nichts wo man sich einfach hinstellen kann... außer wenn man einen Züricher kennt, der von den Geheimtipps gehört hat ;)
Der ältere Mann war total hilfsbereit. Nach einem 1-stündigen Stau sind wir nach ca. 5 Stunden endlich bei mir angekommen und er half mir meine Sachen auszupacken und dann bin ich wieder mit ihm los einen dieser Parkplätze zu finden, der irgendwo im Stadtteil Binz sein sollte (ca. 7 km von meiner Wohnung). In dem Stadtteil ist auch mein Büro, wo ich ab morgen mein Praktikum machen werde.
Und ich hatte echt Glück, es gab noch einen freien Platz exakt genau gegenüber von meiner Arbeitsstelle. So kann ich täglich nach dem Wagen schauen gehen. Dann hab ich dem Herrn natürlich auch noch heim gebracht, was auch nicht weit von dort war und habe ihm die Koffer hochgebracht. Ich war schon überrascht als ich bei ihm rein kann. Es standen ungefähr zehn Kontrabasse (plural?) und unzählige Geigen überall herum. Und er meinte er hätte noch einen 'Hobbyraum', in dem er noch ein paar Instrumente hätte. Er hat sich die Instrumente das Leben lang angesammelt um seine Rente zu sichern. Und jetzt will er so langsam mal eine Bestandsaufnahme machen und anfangen herauszufinden welchen Wert seine Sammlung überhaupt hat. Ich hab ihm versprochen für seine ganze Hilfe seine Instrumente abzufotografieren und ihm zu zeigen wie Excel auf seinem neuen Mac funktioniert. Eine Hand wäscht die andere.
Das war schon ein interessanter Abend und ich bin froh das der Wagen steht.
Abends habe ich noch das Zimmer eingerichtet und angefangen das MTB für die neue Saison in Schuss zu bringen. Die Mitbewohner, beide männlich, einer Chemie-Doktorant, der andere Psychologie-Student, waren beide nicht da und ich hatte die ganze Wohnung für mich.
Heute habe ich die beiden dann besser kennengelernt und ich find's sehr nett, weil es auch multilingual ist. J.-C. kommt aus der franz. Schweiz und seine Freundin spricht nur franz. Wenn sie da ist ist englisch Amtssprache. D. ist Schweizer und spricht Schweizer-Deutsch. So kriegt man von allem mal was mit.
Heute habe ich noch eine kurze MTB-Tour gemacht in dem kleinen Wäldchen, dass direkt bei mir um die Ecke liegt. Das war schon sehr vielversprechend für das was noch kommt.
Apropos radfahren, ich hatte mir ja fest vorgenommen mit dem Rad zur Arbeit zu fahren, aber das wird glaube ich nichts werden. Ich wohne schon relativ hoch hier und bin mit den ÖVM schneller. Mal sehen, testen werde ich das auf jeden Fall noch, aber ich nehme mir lieber eine Feierabendtour vor als jeden Tag schon völlig fertig von der Arbeit zu kommen.
In Zürich gibt es eine super Einrichtung für Erasmus-Studenten. Man kann in einem Kalender verschiedene Events anschauen, die andere Studenten der ansässigen Unis planen und sich dafür online anmelden. Habe mich mal für Dienstag Abend zum Bouldern (Indoor-Klettern) angemeldet und hoffe das ich das auch schaffe und nicht zu lange arbeiten muß. Die Events sind auch noch viel günstiger als wenn man es alleine machen würde und man lernt einfach Leute kennen.

Bis die Tage, jetzt sind's noch 4339 Stunden...

Grüße und schönen Sonnti Heiko